Bei einem Herzinfarkt sind die Symptome leicht zu erkennen. Die Patienten beschreiben Schmerzen in der Brust, Druck hinter dem Brustbein oder ein Engegefühl im Brustkorb, als ob jemand darauf sitzen würde. Viele beschreiben auch stechende Schmerzen, die bis in die Arme, den Hals, die Schulter, den Oberbauch oder den Rücken ausstrahlen. Häufige Begleiterscheinungen sind Atemnot, Übelkeit und Todesangst. Beim stummen Herzinfarkt ist alles ganz anders.

Rund ein Viertel aller Herzinfarkte werden von den Patienten gar nicht wahrgenommen. Obwohl ein Herzgefäß verstopft, merkt man den Infarkt nicht, da die begleitenden Symptome weitgehend ausbleiben. Besonders bei Diabetikern bleibt der so genannte stumme Infarkt häufig unbemerkt.

Bei einem stummen Infarkt leiden die Patienten höchstens an Luftnot, körperlicher Schwäche, Schwindel oder verlieren das Bewusstsein. Die stechenden Schmerzen bleiben aus. Der Infarkt tritt häufig auf, ohne dass zuvor eine Erkrankung der Herzkranzgefäße festgestellt worden ist.

Die stumme Gefahr

Aber nur weil man den stummen Infarkt nicht bemerkt, heiß das nicht, dass er für den Körper ungefährlich ist. Ebenso wie der akute Herzinfarkt schädigt der stumme Infarkt das Herz. Der Betroffene gehört nach dem stummen Infarkt zu der Risikogrippe, die sehr anfällig für alle weiteren Folgeerkrankungen des Herzens ist.

Viel schlimmer noch: da der Infarkt ja nicht als solcher erkannt wird, wird der Patient auch nicht entsprechend medizinisch versorgt. Entsprechend wird der Betroffene auch nicht auf die Risikofaktoren angesprochen und die Gefahr eines zweiten Herzinfarkts steigt. Der zweite Infarkt ist dann umso gefährlicher und kann schnell einen akuten Verlauf nehmen.

Zufällige Entdeckung

Außer bei Diabetikern tritt der stumme Herzinfarkt häufig bei älteren Menschen auf. Beide Gruppen haben aufgrund der Krankheit oder des Alters ein reduziertes Schmerzempfinden am Herz. Der stumme Infarkt wird vom behandelnden Arzt meistens nur eher zufällig bei einem später durchgeführten EKG festgestellt.

Wirklich schützen kann man sich vor dem stummen Herzinfarkt nicht. Wer aber zu einer Risikogruppe gehört, sollte regelmäßig ein EKG machen lassen, damit der Infarkt wenigstens auf dem Papier erkannt werden kann.

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