Wer mehr Sport treiben will, bekommt von seinem Arzt häufig die Empfehlung, regelmäßig laufen zu gehen. Schließlich gilt joggen als ideale Sportart, um die Fettverbrennung anzukurbeln. Zudem hilft Laufen beim Stressabbau. Doch passend zum WM-Jahr haben dänische Forscher herausgefunden, dass es eine viel besser Sportart gibt: Fußball.

Im WM-Jahr ist der Fußball fast allgegenwärtig. Egal ob im Fernsehen, in Zeitungen, auf der Straße oder in den Schaufenstern der Geschäfte begegnet man dem runden Leder. Der Fußball ist aber weit mehr als Deutschlands Sportart Nummer 1. Er ist auch die ideale Sportart für unsere Gesundheit. Das haben Wissenschaftler der Universität Kopenhagen in einer Studie veröffentlich, die im Fachmagazin „Scandinavian Journal of Medicine and Science in Sports” veröffentlicht wurde.

Studie: Fußball schlägt Jogging in fast allen Belangen

Die Studie war groß angelegt. Insgesamt nahmen 50 Wissenschaftler aus 7 Nationen und 100 untrainierte Männer an der 3-jährigen Untersuchung teil. Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen eingeteilt: eine Fußball-Gruppe, eine Jogger-Gruppe und eine Kontrollgruppe, die weiterhin keinen Sport trieb. Die beiden Sportgruppen trainierten ihre jeweilige Sportart zwei- bis dreimal in der Woche.

Nach den drei Jahren wurde abgerechnet und die Ergebnisse miteinander verglichen. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass Fußball dem Laufen in fast allen Belangen überlegen ist. Die Fußballgruppe war nicht nur erwartungsgemäß in den Bereichen Haltung, Balance, Wendigkeit, Stärke und Kraft besser, sondern wies auch die besten Ausdauerwerte auf.

Warum Fußballer die bessere Ausdauer haben

Eigentlich ist es logisch, dass man beim Fußball die Ausdauer mehr verbessert als beim Joggen. Denn Fußball mit seinen vielen kurzen und langen Sprints ähnelt einem Intervalltraining. Dagegen ist das Lauftempo beim Joggen eher gleich bleibend. Dadurch verbessert man zwar die Grundlagenausdauer, dies steigert die Kondition aber nicht so sehr wie durch ein Intervalltraining, das dafür etwas anstrengender ist. Die Anstrengung bemerkt man beim Fußball aber nicht so sehr, da man durch Ball und Gegner abgelenkt ist und eine zusätzliche Motivation bekommt.

Fußball stärkt die Psyche

Fußball ist aber nicht nur für den Körper besser als Joggen. Auch die Psyche und das Gemeinschaftsgefühl werden durch die Mannschaftssportart verbessert. Zwar hilft Joggen auch dabei, die Sorgen des Alltags zu vergessen, doch wie die Studie ergeben hat, ist der Effekt beim Fußball deutlich größer. Gerade Männer können beim Kicken besser abschalten.

Als weiteren positiven Nebeneffekt stellten die Wissenschaftler fest, dass die Kicker im wahrsten Sinne des Wortes am Ball blieben. Während die meisten Jogger die Laufschuhe wieder zurück in die Kiste packten, trafen sich die meisten Kicker weiterhin, um ihrem neu entdeckten Hobby nachzugehen.

Einen negativen Beigeschmack gibt es aber noch. Denn Fußball ist eine Zweikampfsportart, bei der das Verletzungsrisiko hoch ist. Sofern man keine Probleme mit den Gelenken hat und das Risiko in Kauf nehmen will, ist Fußball für die Gesundheit der ideale Sport.

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Christian Riedel - Diplom Sportwissenschaftler
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