Um das Immunsystem zu stärken, hilft der Sprung ins kalte Wasser. Dabei muss es nicht gerade ein Eisbad sein. Schon kalt duschen oder etwas Schneetreten härtet ab und schützt vor Grippe und Erkältung.

Was tun manche Menschen nicht alles, um im Winter ihr Immunsystem zu stärken. Tee trinken, Vitamin C in rauen Mengen, Erkältungsbäder, usw. sollen die Abwehrkräfte des Körpers stärken und so vor Erkältungen schützen. Dabei braucht man nur etwas kaltes Wasser, um sich abzuhärten.

Obwohl es draußen kalt ist, verwöhnen wir unseren Körper mit Plusgraden weit jenseits der 20 Grad Marke. Egal ob im Auto, im Büro oder Zuhause, wo immer wir sind läuft die Heizung. Was unser Wohlbefinden steigert, ist aber Gift für das Immunsystem, das sich immer wieder an unterschiedliche Temperaturen gewöhnen muss. Wenn man sich zu selten mit den Naturreizen auseinandersetzen muss, wird auch das Immunsystem geschwächt. Wer sich aber abhärtet, stärkt seine Körperabwehr und ist besser vor den Temperaturschwankungen geschützt. Je öfter man den Körper Kältereizen aussetzt, desto unempfindlicher wird er.

Wir sind anpassungsfähig

Dass sich der Körper an die Außentemperaturen anpassen kann, ist keine neue Erkenntnis. Schon im 18. Jahrhundert wussten Mediziner, dass sich der Körper an die Witterung und Minusgrade gewöhnen kann, wenn man ihn nur regelmäßig damit konfrontiert. Daher empfehlen Mediziner schon seit 300 Jahren Barfußgehen, Saunieren oder kalte Duschen, um die Anpassung zu unterstützen.

Dass Abhärtung die Körperabwehr stärkt, ist unbestritten. Es bleibt die Frage, warum. Jede extreme Temperatur ist zunächst einmal Stress für den Organismus. Der Körper versucht natürlich, sich entsprechend an die ungewohnte Temperatur anzupassen. Dabei wird auch die Durchblutung angeregt und der Körper in Schwung gebracht. Noch ist nicht ganz klar, warum diese Reaktion auch das Immunsystem stärkt. Möglicherweise könnte ein regelmäßiger Kontakt mit kaltem Wasser die Zahl der weißen Blutkörperchen erhöhen. Darauf deuten zumindest erste wissenschaftliche Ergebnisse hin.

Wie man sich abhärtet

Man braucht sich nun nicht täglich nackt in den Schnee zu legen, um sich abzuhärten. Aber eine gewisse Regelmäßigkeit ist schon notwendig. Zu Beginn sollte man schon 2-3mal in der Woche kalt duschen oder Schnee treten. Dabei sollte man darauf achten, es nicht zu übertreiben. Schließlich muss sich der Organismus erst an die Kälte gewöhnen. Außerdem muss man gesund sein, wenn man sich abhärtet. Wer sich leicht erkältet in den Schnee stellt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er hinterher richtig krank wird.

Die einfachste und effektivste Art sich abzuhärten, ist morgens kalt zu duschen. Das regt zudem den Kreislauf an und macht uns fit für den Arbeitstag. Dabei empfiehlt es sich, den Duschkopf von den Händen und Füßen zum Körpermittelpunkt zu führen. Spätestens, wenn es weh tut, sollte man die kalte Dusche abstellen. Man gewöhnt sich übrigens an das kalte Wasser. Nach wenigen Wochen ist der Körper weit weniger empfindlich und man fühlt sich schon morgens wach und frisch. Eine andere Möglichkeit ist barfuß im Schnee zu gehen. Hier sollte man aber darauf achten, die Füße nach dem Spaziergang sofort warm einzupacken und gut abzutrocknen.

Abhärten hilft aber nicht nur gegen Grippe und Erkältung. Kältetherapie kann auch den Blutdruck senken, nervöse Störungen lindern, Herz und Gefäße stärken und das Herz-Kreislauf-System unterstützen.

Haben Sie also keine Angst vor der kalten Dusche am Morgen. Denn die härtet ab und macht fit für den Tag.

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Christian Riedel - Diplom Sportwissenschaftler
Der Gesundheitsblog von dipl. Sportwis- senschaftler Christian Riedel.

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