Ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk ist für viele ein Grund, keinen Sport mehr zu treiben. Doch mit den modernen Prothesen ist einiges möglich. Aber leider nicht alles.

Für viele ist es ein Schock, wenn sie aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls ein künstliches Gelenk benötigen. Ursache ist oft der Knorpel im Gelenk, der nach heutigem medizinischen Stand noch nicht repariert werden kann, wenn er einmal zerstört ist. Doch auch wenn eine Prothese ihre Probleme mit sich bringt, heißt das noch lange nicht, dass man keinen Sport mehr treiben darf. Allerdings ist Vorsicht geboten. Denn wenn man zu früh beginnt oder die falschen Sportarten betreibt, kann Sport auch negative Folgen haben.

Grundsätzlich darf man sich nicht nur bewegen, man sollte es sogar. Denn eine starke Muskulatur entlastet den Knorpel und stabilisiert dadurch auch die Prothese. Daher gehört Krafttraining zum ersten Schritt bei der Therapie nach der OP. Durch gezielte Übungen wird die umliegende Muskulatur gestärkt und so die Beweglichkeit nach der Operation erhöht. Diese Übungen sollte man aber nur unter professioneller Anleitung machen. Denn trainiert man falsch oder führt die Übungen nicht richtig aus, kann sich die Prothese lockern, was den Heilungsverlauf verzögert oder sogar zu irreparablen Schäden führen kann.

Wie lange warten?

Bei einem normalen Heilungsverlauf dauert es rund ein halbes Jahr, bis man nach dem Einsetzen einer Teil- oder Komplettprothese wieder Sport machen kann. In jedem Fall muss das Knie über ausreichend Stabilität verfügen. Sonst riskiert man, dass sich die Prothese lockert und so eine erneute Operation notwendig macht. Zudem muss man natürlich komplett schmerzfrei sein. Gibt der behandelnde Arzt bzw. der Physiotherapeut grünes Licht und fühlt man sich gut, kann mit dem Sport wieder begonnen werden.

Welcher Sport ist gut?

Grundsätzlich ist auch nach dem Einsetzen einer Prothese jeder Sport möglich, sofern keine Schmerzen auftreten. Allerdings sind natürlich einige Disziplinen besser geeignet als andere. Vorsichtig muss man vor allem bei Sportarten mit einer hohen Kniebelastung sein. Das gilt beispielsweise für die Ballsportarten wie Fußball oder Basketball, bei denen die Gelenke durch die Drehungen und Stopp & Go Bewegungen stark belastet werden. Auch Skifahren und Snowboarden ist weniger gut geeignet. Das gilt auch für Tennis oder Disziplinen wie tanzen, bei denen man sich oft drehen muss. Auch Kampfsportarten sollte man besser vermeiden. Ansonsten kann es sein, dass sich die Prothese, die in er Regel eine Haltbarkeit von 15-20 Jahren hat, lockert und in einer Operation wieder befestigt oder gar ausgetauscht werden muss.

Besser sind Disziplinen, bei denen das Bein ständigen Bodenkontakt hat und nicht zu sehr belastet wird. Daher sind so genannte Low-impact Sportarten wie Schwimmen (kein Brustschwimmen), Langlauf, Wandern oder Radfahren für Menschen mit einer Gelenkprothese sinnvoller. Auch Jogging geht, sofern man es nicht übertreibt. In jedem Fall sollte man die Sportpläne mit dem behandelnden Arzt absprechen. Denn auch andere Faktoren wie das vorherige Aktivitätslevel, der allgemeine körperliche Zustand, das Gewicht und das Alter können eine wichtige Rolle spielen.

Die richtige Prothese

Auch die Wahl der Prothese ist wichtig. Eine minderwertige oder eine schlecht angepasste Prothese kann nicht nur Probleme verursachen, das Risiko für eine geringere Haltbarkeit ist auch deutlich höher als im Vergleich zu einem hochwertigen Ersatz. Hier ist eine individuell angepasste Prothese wichtig. Hilfe geben hier Medizinische Produkte von Vivamed. Durch eine moderne 3D-Technik werden die Prothesen hier besser angepasst, was eine bessere Haltbarkeit und eine höhere Belastbarkeit gewährleisten sollen.

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Christian Riedel - Diplom Sportwissenschaftler
Der Gesundheitsblog von dipl. Sportwis- senschaftler Christian Riedel.

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