Schätzungen gehen davon aus, dass rund ein Prozent der Erwachsenen in Deutschland unter einer bipolaren Störung leidet. Aber wer selber (noch) nicht davon betroffen ist, weiß meistens nicht, was sich überhaupt hinter dem Begriff versteckt. Dies will ich nun ändern.

Vielleicht kennen Sie bipolare Störungen unter dem Begriff „manische Depression“. Die beiden Begriffe beschreiben die gleiche psychische Erkrankung. Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit zwischen 0,3 und 1,9 Prozent der Bevölkerung betroffen ist. Damit zählen bipolare Störungen zu den am weitesten verbreiteten psychischen Problemen. Insofern ist es bestimmt kein Fehler, wenn man sich hin und wieder über die manische Depression informiert, beispielsweise auf www.neue-wege-psychiatrie.de

Merkmale der bipolaren Störung

Extreme Stimmungswechsel und grundsätzlich stark ausgeprägte Stimmungen sind typische Merkmale für die bipolare Störung. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt ist wohl eine gute Umschreibung für die Gefühlswelt, in der sich Menschen mit einer bipolaren Störung befinden. Im einen Moment sind die Betroffenen euphorisch, während sie nur Augenblicke später extrem gereizt, enorm fröhlich, tief traurig oder sogar selbstmordgefährdet sein können. Diese Gefühlsschwankungen treten episodisch auf und sind für Außenstehende nur schwer bis gar nicht nachzuvollziehen. Zudem ist es enorm unterschiedlich, in welchen Zeiträumen diese Stimmungsschwankungen auftreten.

Bei den meisten Betroffenen treten die Stimmungsstörungen zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr das erste Mal auf. Bipolare Störungen gelten dabei als unheilbar. Die Betroffenen leiden also für den Rest ihres Lebens daran. Einschränkungen gibt es nicht. Die manischen Depressionen kommen bei Reichen wie Armen, bei Männern wie bei Frauen vor. Es gibt weder ethnische noch sonst irgendwelche Merkmale, die die Entstehung verhindern oder begünstigen könnten. Wie es zu der bipolaren Störung kommen kann, ist noch unbekannt. Die Mediziner sehen genetische, neurochemische oder hormonelle Faktoren als mögliche Auslöser. Es können aber auch an psychosozialen Gründen liegen.

Bipolar I und II

In der Regel unterscheidet man bei der bipolaren Störung in zwei Kategorien. Die Bipolar-I-Störung gilt als „klassische“ Störung. Bei ihr kommt es zu mindestens einer depressiven und einer starken Hochphase bzw. einer gemischten Episode. Die Die Bipolar-II-Störung dagegen zeichnet sich durch weniger starke Hochphasen aus. Zudem kam es bei der zweiten Störung im Vorfeld der Erkrankung zu keinen gemischten Gefühls-Episoden bei den Betroffenen.

Hilfe bei bipolarer Störung

Momentan werden die Betroffenen einer Therapie mit Medikamenten in Kombination mit psychotherapeutischen Maßnahmen unterzogen. Die Therapie soll helfen, die Symptome zu stabilisieren, damit die Betroffenen in ein stabiles und aktives Leben zurückfinden können. Meist werden die Patienten zunächst stationär behandelt. Dadurch sollen die Betroffenen im ersten Schritt der Therapie vor Reizen abgeschirmt und vor sich selber geschützt werden.

Die Behandlung bipolarer Störungen lässt sich in drei Phasen gliedern, die immer zusammen betrachtet werden sollten:

Die Akuttherapie der manischen oder depressiven Episode
Die Erhaltungstherapie in der gerade abgeklungenen Episode
Der Schutz vor einer neuen depressiven oder manischen Episode

Kommentieren

Gesundheitsblog

Christian Riedel - Diplom Sportwissenschaftler
Der Gesundheitsblog von dipl. Sportwis- senschaftler Christian Riedel.

"Es gibt 1000 Krankheiten, aber nur eine Gesundheit."
(Arthur Schopenhauer)

Daher kann man nie genug über die Gesundheit wissen. Mit diesem Blog will ich Ihnen einige wertvolle Informationen über Ihre Gesundheit vermitteln und Tipps geben, wie Sie lange gesund bleiben.

Archive
Kontakt
Nehmen Sie Kontakt zur Redaktion auf:blogger@mein-gesundheitswissen.de
Interessante Seiten