Arbeitslosigkeit macht depressiv. Das haben schon mehrere Studien ergeben. Aber auch Arbeit kann zu Depressionen führen. Dabei gibt es Jobs, die eher Depressionen verursachen und andere, die die Psyche weniger belasten. Aber welche Jobs führen am ehesten zu Depressionen?

Wie eine Studie der Bundespsychotherapeutenkammer ergeben hat, leiden immer mehr Menschen psychisch unter ihrem Job. Bestimmte Jobs machen dabei depressiver als andere. Die Experten der Bundespsychotherapeutenkammer haben die Krankschreibungen der Jahre 2000 bis 2008 in allen gesetzlichen Krankenkassen untersucht, um herauszufinden, in welchen Branchen die Menschen besonders häufig psychische Probleme und Depressionen bekommen.

Besonders häufig leiden Arbeitnehmer im Dienstleistungssektor. Sie klagen am häufigsten über Depressionen und sind auch am häufigsten alkoholabhängig.

Im Dienstleistungssektor „führen“ Mitarbeiter in Callcentern. Sie fehlten rund 33 Tage im Jahr wegen psychischen Erkrankungen. Im Schnitt fehlt jeder Erwerbstätige nur 13 Tage im Jahr. Damit sind die Beschäftigten in Callcentern mehr als doppelt so häufig psychisch krankgeschrieben.

Alkohol im Krankenhaus

Auch Wächter und Kontrolleure leiden unter ihrem Job. Sie fehlen durchschnittlich rund 27 Tage aufgrund von psychischen Problemen. Und auch wenn man es nicht gerne hören wird: Bei den Alkoholkrankheiten sind es Krankenpfleger, die deswegen am häufigsten krankgeschrieben sind.

Im Gegensatz dazu hält arbeiten an der frischen Luft die Psyche gesund. Davon profitieren besonders die Angestellten im Bauwesen und in der Land- und Forstwirtschaft. Die Krankschreibungen aufgrund psychischer Probleme liegen hier durchschnittlich 35 bis 50 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.

Warum Arbeit depressiv macht

Dass unser Job die Psyche belastet, liegt oft daran, dass wir immer mehr Druck ausgesetzt sind. Stress, Zeitmangel, Wochenendarbeit, Überstunden, Flexibilität aber auch die Angst, schon morgen den Job verlieren zu können, schlägt aufs Gemüt. Über einen längeren Zeitraum ist es kein Wunder, dass viele depressiv werden. Weitere Gründe sind ein niedriges Gehalt und keine Anerkennung vom Chef.

Doch noch schlechter als einen stressigen Job zu haben ist, keinen Job zu haben. Auch das ging aus der Studie hervor. Denn am häufigsten leiden Arbeitslose unter Depressionen. Sie sind rund drei- bis viermal häufiger betroffen.

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